Bio-Siegel

Für das deutsche Bio-Siegel müssen mind. 95 % der Inhaltsstoffe aus biologischer Ware stammen. Radioaktive Bestrahlung, Gentechnik, synthetische Pflanzenschutzmittel, Geschmacksverstärker, künstliche Farbstoffe und Aromen sind verboten. Tiere sind artgerecht zu halten und müssen mit ökologisch hergestellten Futtermitteln ohne Antibiotika und Leistungsförderer aufgezogen werden.

Bio-Siegel

Quelle: Quaschning, Volker (2010).Mülltrenner, Müsliesser & Klimaschützer. München: Carl Hanser Verlag.
Bildquelle: oekolandbau.de

Biodiversität

ist „…die Variabilität unter lebenden Organismen jeglicher Herkunft, darunter unter anderem Land-, Meeres- und sonstige aquatische Ökosysteme und die ökologischen Komplexe, zu denen sie gehören. Dies umfasst die Vielfalt innerhalb der Arten und zwischen den Arten und die Vielfalt der Ökosysteme.“

Quelle: dgvn.de 

Biokapazität

„Die Fähigkeit von Ökosystemen, biologisch nutzbringendes Material zu produzieren und von Menschen produzierten Abfall unter heutigen Bedingungen aufzunehmen.

Nutzbringend biologisch ist ein Material dann, wenn es in wirtschaftliche Prozesse eingebunden wird. Was als nutzbringend angesehen wird, kann sich von Jahr zu Jahr ändern. Die Biokapazität wird in globale Hektar dargestellt.“

Quelle:  Global Footprint Network (2014)

Blauer Engel

„Der Blaue Engel garantiert, dass die Produkte und Dienstleistungen hohe Ansprüche an Umwelt-, Gesundheits- und Gebrauchseigenschaften erfüllen. Dabei ist bei der Beurteilung stets der gesamte Lebensweg zu betrachten. Für jede Produktgruppe werden Kriterien erarbeitet, die die mit dem Blauen Engel gekennzeichneten Produkte und Dienstleistungen erfüllen müssen. Um dabei die technische Entwicklung widerzuspiegeln, überprüft das Umweltbundesamt alle drei bis vier Jahre die Kriterien. Auf diese Weise werden Unternehmen gefordert, ihre Produkte immer umweltfreundlicher zu gestalten. “

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Quelle: Blauer Engel
Bildquelle: Blauer Engel – Logo

Brundtland Bericht

Im Jahr 1983 nahm die Kommission der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung unter dem Vorsitz des norwegischen Ministerpräsidenten Gro Harlem Brundtland ihre Arbeit auf, um Handlungsempfehlungen zur Erreichung einer dauerhaften Entwicklung zu konzipieren. (Hauff 1987)

1987 wurde dann der sogenannte Brundtland Bericht „Unsere gemeinsame Zukunft“ mit drein Grundprinzipien veröffentlicht: „die globale Perspektive, die untrennbare Verknüpfung zwischen Umwelt- und Entwicklungsaspekten sowie der Realisierung von Gerechtigkeit zugleich in der intergenerativen Perspektive ( Zukunftsverantwortung) und der intragenerativen Perspektive (Verantwortungsgerechtigkeit und den heute lebenden Menschen).“

Quelle: Armin Grunwald & Jürgen Kopfmüller (2006). Nachhaltigkeit. Frankfurt/Main: Campus Verlag GmbH.

Cradle to Cradle

„Das Konzept des „Cradle-to-Cradle“ (C2C), ins Deutsche übersetzt: „Von der Wiege zur Wiege“, […]
Es ist die Vision einer abfallfreien Wirtschaft, bei der Firmen keine gesundheits- und umweltschädlichen Materialien mehr verwenden und alle Stoffe dauerhaft Nährstoffe für natürliche Kreisläufe oder geschlossene technische Kreisläufe sind. Kompostierbare Textilien, essbare Verpackungen, reine Kunststoffe oder Metalle, die unendlich oft für denselben Zweck verwendet werden können – so soll die Zukunft aussehen. “

Quelle: Lexikon der Nachhaltigkeit

Earth Overshoot Day

‚Der „Earth Overshoot Day“ oder auch „Ecological Debt day“/“World Overshoot Day“, zu deutsch der „Welterschöpfungstag“, bezeichnet laut Mathis Wackernagel von der Organisation Global Footprint Network den Tag, ab dem wir aus ökologischer Sicht über unsere Verhältnisse leben. Denn ab diesem Zeitpunkt werden mehr Ressourcen verbraucht als die Erde produzieren kann. Das Datum des Welterschöpfungstages viel im Jahre 2014 auf den 19. August. Die restlichen viereinhalb Monate leben somit die Bewohner dieser Erde auf Kredit.‘

Quelle: Lexikon der Nachhaltigkeit

Erneuerbare Energien

Als erneuerbare Energien (regenerative Energien) werden, im Gegensatz zu den fossilen Energieträgern wie Öl, Kohle und Gas, Energieformen bezeichnet, die nicht auf endliche Ressourcen zurückgreifen.

Beispiele: Windenergie, Solarenergie, Geothermie, Bioenergie usw.

Fairtrade

„Fairtrade verbindet Konsumentinnen und Konsumenten, Unternehmen und Produzentenorganisationen und verändert Handel(n) durch bessere Preise für Kleinbauernfamilien, sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern. […] Das Fairtrade-Siegel kennzeichnet Produkte, bei deren Herstellung bestimmte soziale, ökologische und ökonomische Kriterien eingehalten wurden.“

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Quelle: Fairtrade 

FSC (Forest Stewardship Council)

„Das FSC-Label auf einem Holz- oder Papierprodukt ist ein eindeutiger Indikator dafür, dass das Produkt aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft stammt – Produkte mit FSC-Label sichern die Nutzung der Wälder gemäß den sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedürfnissen heutiger und zukünftiger Generationen…Außerdem sichert das Label, dass das Produkt auf seinem Weg zum Konsumenten über die gesamte Verarbeitungs- und Handelskette nicht mit nicht-zertifiziertem, d.h. nicht-kontrolliertem, Holz oder Papier vermischt wurde. “

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Quelle: FSC – Deutschland 
Bildquelle: FSC

Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development)

„Sustainable development is development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.“

Quelle: WECD – World Commission on Enviroment and Development (1987). Our common future. Qxford: Oxford University Press.

Übersetzung: „die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können„

Quelle: Hauff, Volker (Hrsg.) (1987). Unsere gemeinsame Zukunft., Der Brundtland-Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung. Greven: Eggenkamp Verlag.

Ökologischer Fußabdruck (Ecological Footprint)

1994 entwickelten William E. Rees und Mathis Wackernagel entwickelt die Methode des „Ökologischen Fußabdrucks“

Er bezieht sich auf die Leistungsfähigkeit des Systems Erde, wie viel Biokapazität gemessen in Hektar bereitgestellt werden muss, um die Ressourcen für eine Nation, eine Region, eine Stadt, einen Haushalt etc. bereitzustellen und ihre Abfälle aufzunehmen.

Quelle: Wackernagel, Mathis & Beyers, Bert (2010). Der Egological Footprint. Die Welt neu vermessen. Leipzig: Europäische Verlagsanstalt GmbH. 

Overshoot Phänomen

„Die Menschheit fängt mehr Fisch, als die Fischgründe auf Dauer hergeben, entlässt mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre, als Ökosysteme absorbieren können. In einigen Regionen schlägt sie auch mehr Bäume als nachwachsen und pumpt mehr Wasser aus dem Boden, als sich im Grundwasser wieder sammelt.“

Quelle: Wackernagel, Mathis & Beyers, Bert (2010). Der Egological Footprint. Die Welt neu vermessen. Leipzig: Europäische Verlagsanstalt GmbH. 

PEFC

„PEFC ist die größte Institution zur Sicherstellung und Vermarktung nachhaltiger
Waldbewirtschaftung durch ein unabhängiges Zertifizierungssystem.[…]

Betriebe, die nach PEFC zertifiziert sind, zeigen Engagement für die Umwelt und ihre Verantwortung im Umgang mit dem unverzichtbaren Roh- und Werkstoff Holz. PEFC ist ganzheitliche Nachhaltigkeit: ein integratives Konzept, das ökologische, soziale und ökonomische Aspekte verbindet. Und PEFC ist der Garant für eine kontrollierte Verarbeitungskette – unabhängig überwacht, lückenlos nachvollziehbar und nachhaltig.“

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Quelle: PEFC (2016)
Bildquelle: PEFC – Logo 

Recycling

RECYCLING umschreibt die Methodik, bei der Wertstoffe in den Produktionsprozess zurückgeführt werden. Die Rückführung von Abfallprodukten in den Recycling-Zyklus benötigt die Aufwendung von Energie und bedingt bei einer Vielzahl von Materialien (z.B. Plastik) einen stufenweisen Qualitätsverlust, was auch als Downcycling bezeichnet wird.“

Quelle: Upcycle Me (2016)

The Gobal Goals – Ziele für nachhaltige Entwicklung

Am 25. September haben 193 Weltführer sich zu 17 globalen Zielen bekannt, die in der sogenannten Agenda 2030 beschrieben sind, „um in den nächsten 15 Jahren drei außergewöhnliche Dinge zu erreichen. Extreme Armut zu beenden. Ungleichheit und Ungerechtigkeit zu bekämpfen. Den Klimawandel zu regulieren.“

Upcycling

„UPCYCLING definiert den Prozess, bei dem ein nicht mehr gebrauchter oder gewollter Gegenstand bzw. Abfall durch Kreativität in etwas Neues, Brauchbares und Einzigartiges umgewandelt wird. Diese Methode unterstützt die langfristige Reduzierung der Müllproduktion.

Das Umdenken und Redesignen von Ressourcen, die man bereits zur Hand hat, um ihnen einen höheren Wert zu geben, stehen beim Upcycling im Fokus. Upcycling hilft uns dabei unsere Kreativität auszuleben, einzigartige Stücke zu erschaffen und die Umwelt zu unterstützen.“

Quelle: Upcycle Me (2016)